Als Marketing-Profi einen Roman veröffentlichen: Was ich mache, was ich lasse, was ich mir erhoffe.

Gero Wenderholm – Marketing ist Tagesgeschäft, beim Roman war es Bonus

Ich sollte zugeben, dass mir Buchmarketing-Ideen schneller kommen als Schreibideen. Das ist keine Übertreibung. Ich bin seit über zwanzig Jahren im Online-Marketing, ich denke in Zielgruppen, Kanälen, Botschaften. Das Problem ist nicht, dass mir die Ideen fehlen – das Problem ist die Selektion. Was ich mache und was ich lasse Was ich nicht machen werde: … Weiterlesen

Plötzlich Autor. Was sich ändert, wenn das Manuskript ein echtes Buch wird.

Plötzlich Autor – Gero Wenderholm

Es gibt einen Moment, in dem ein Manuskript aufhört, ein Manuskript zu sein – wenn man weiß: Das erscheint. Das wird gedruckt. Das liegt irgendwann in Buchhandlungen und wird von Menschen gelesen, die ich nicht kenne. Mit diesem Wissen hat sich für mich etwas verändert. Nicht dramatisch, nicht über Nacht, aber spürbar. Das Erste, was … Weiterlesen

Der Anruf, auf den ich gewartet hatte

Vertragsunterschrift

Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass es eine E-Mail sein würde. Ein Vertragsentwurf, irgendetwas Schriftliches. Stattdessen: ein Anruf. Eine Stimme, die sagte: „Wir wollen das machen. Wir schicken dir den Vertrag.“ Ich habe ein paar Rückfragen gestellt – banale Dinge, Freiexemplare, Filmrechte, solche Sachen. Was ich weiß: Ich war perplex. In einer guten Art perplex, … Weiterlesen

Self-Publishing war mein Plan B. Hier ist, warum Plan A besser war.

Self-Publishing als Option

Self-Publishing stand auf meiner Liste. Weit oben sogar, als die Verlagsabsagen sich häuften und ich anfing, realistisch zu werden. Ich kenne die Welt des Online-Marketings gut genug, um zu wissen, dass man ein Buch auch ohne Verlag sichtbar machen kann – es wäre also keine Notlösung aus Verzweiflung gewesen, sondern eine echte Option. Und trotzdem … Weiterlesen

‚Das könnte ich nie.‘ – Und warum ich es dann doch getan habe.

Ich kann das nicht – Selbstzweifel beim Schreiben eines Romans

Wenn man gerade einen Roman liest, in dem jeder Satz sitzt, macht man sich klein. Das passiert unwillkürlich. Ich habe während des Schreibens viel gelesen – und mich dabei regelmäßig gefragt, was mich eigentlich glauben lässt, dass ich das auch kann. Was mich dann weitergebracht hat, waren ausgerechnet zwei Bücher: Thees Uhlmann, in dem der … Weiterlesen

Mein chaotisches Ideen-System – und die Himbeere, die es nicht ins Buch geschafft hat

Erdbeeren in Schokolade – Metapher für einen Menschentyp, der es nicht ins Buch schaffte

Ich habe kein System. Das ist vielleicht das Ehrlichste, was ich über meinen Schreibprozess sagen kann. Was ich habe, ist ein Notizbuch mit grob drei Schichten: erst ein paar Zeilen zu einer Idee, die ich noch nicht zu Ende gedacht hatte, dann ein Versuch, daraus Struktur zu machen – Figuren, mögliche Szenen, eine ungefähre Richtung … Weiterlesen

Autobiografisch? Erfunden? Beides. Und dann haben sich die Geister gemeldet.

Stimmungsbild – plötzliche Meldungen aus der Vergangenheit während des Schreibens

Der erste Teil von Manfred Mi Amor ist größtenteils wahr. Das sage ich offen, weil es ohnehin auffällt – und weil es ehrlicher ist als das übliche Herumdrucksen mit „angelehnt an reale Ereignisse“. Manche Situationen habe ich zusammengeführt, manche Details verändert, manche Figuren verfremdet. Aber der Kern ist echt. Was ich nicht eingeplant hatte: dass … Weiterlesen

Warum Manfred und der Ich-Erzähler beide ich sind – nur in extrem

Zwei Seiten einer Persönlichkeit – Manfred und der Ich-Erzähler als innere Gegensätze

Beide. Das ist die ehrliche Antwort auf die Frage, ob ich Manfred bin oder der Ich-Erzähler. Beide – aber keiner vollständig. Der Ich-Erzähler ist der Planer. Der Analytiker, der alles kontrollieren will, der Bauchgefühlen misstraut, weil er ihnen schon zu oft gefolgt ist und sich dabei blamiert hat. Der Bedenkenträger, der eine Situation lieber zweimal … Weiterlesen