Wenn mich jemand fragt, was für ein Buch ich geschrieben habe, sage ich: einen Dating-Roman mit Humor. Und dann kommt fast immer die gleiche Rückfrage: Also eine RomCom? Ein Liebesroman? Chick-Lit für Männer? Gute Frage. So richtig passt keine der Schubladen.
Ein Liebesroman will, dass man mitfiebert, ob die zwei sich kriegen. Manfred Mi Amor will erstmal, dass man Spaß hat. Das Buch erzählt von Dates, die anders laufen als geplant, von kuriosen Begegnungen und von einem Amor, der sich für den besseren Strategen hält als der Mensch, für den er zuständig ist. Ob am Ende jemand jemanden kriegt, verrate ich nicht. Aber der Weg dahin ist das eigentliche Vergnügen.
Der Humor ist dabei keine Zutat, sondern die Erzählhaltung. Viele der Geschichten im Buch sind wirklich passiert, vor Jahren, und mit genug Abstand betrachtet sind sie vor allem eins: kurios. Genau mit diesem Blick sind sie geschrieben. Kein Drama, kein Selbstgeißeln. Einfach: Das war so, und so war ich dabei, und das war manchmal ziemlich absurd.
Mein Anspruch ist ehrlich gesagt unliterarisch: Ich will, dass man das Buch in den Händen hält und es gerne und mit Freude einfach durchliest. Dass zwischendurch ein paar Wortspiele aufblitzen, die man niemandem laut vorlesen kann, ohne zu grinsen. Und dass man sich an der einen oder anderen Stelle ertappt fühlt, weil man diese Dating-Situation selbst genau so erlebt hat.
Wenn du also Bücher magst, die von moderner Liebe erzählen, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen, und wenn dich ein Schauplatz reizt, auf dem Kneipe und Hochkultur nebeneinander liegen: Hier steht, worum es geht. Erscheint im Herbst 2026.
