Am Sonntagabend stand ich im Nachthafen auf St. Pauli an einem Notenständer, vor mir ein Mikrofon, in der Hand mein eigenes Buch. Meine erste Lesung. Vorher war ich einigermaßen aufgeregt, das hatte ich hier und hier schon zugegeben. Jetzt, einen Tag später, bin ich vor allem eines: dankbar.
Absagen, Regen, Bahn
Kurz vor Beginn kamen erstaunlich viele persönliche Absagen: schlechtes Wetter, Verspätungen bei der Bahn, sonstige Umstände. Trotzdem bin ich begeistert, wie viele den Weg gefunden haben. Offenbar hat die Werbung besser funktioniert, als ich dachte. Leute kamen über die Facebook-Events, über einen Reddit-Post, und jemand hat das Plakat auf dem Klo bei Giovanni am Paulinenplatz zum Anlass genommen, vorbeizuschauen. Plakate kleben lohnt sich also, auch an unerwarteten Orten.

Nachthafen – der perfekte Ort
Manfred gehört auf den Kiez. Deshalb war die Lesung im Nachthafen für mich eine besondere Chance: das Buch genau dort vorzustellen, wo es spielt. Ich hatte viel Spaß, und ihr wart ein tolles Publikum. Danke an alle, die da waren. Besonders dankbar bin ich Sunny und dem Nachthafen, für die Möglichkeit, mein Buch dort zu präsentieren, und für die technische wie moralische Unterstützung an dem Abend.
Es gab so schönes Feedback zu „Manfred mi Amor“ und viele gute Gespräche danach. Dating scheint ein echter Türöffner zu sein.

50 Euro für Schlaufox
Last but not least sind an dem Abend 50 Euro an Spenden für Schlaufox e. V. zusammengekommen. Auch dafür vielen Dank.
Wer es nicht geschafft hat und trotzdem ein signiertes Exemplar von „Manfred mi Amor“ möchte: Schreibt mir einfach. Alles andere zum Buch steht auf der Buchseite.
Platt, glücklich, Autor
Am Ende war ich unendlich platt, aber glücklich. Vor zwei Wochen habe ich hier noch geschrieben, dass ich mich nicht als Autor sehe. Nach diesem Abend fühle ich mich wirklich als einer.
Wer erfahren will, wann und wo es weitere Lesungen gibt, trägt sich am besten für Post zu Manfred ein. Ich schreibe nur, wenn es etwas Neues gibt.

2 Kommentare zu „Oh what a night: meine erste Lesung im Nachthafen“