Der Anruf, auf den ich gewartet hatte

Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass es eine E-Mail sein würde. Ein Vertragsentwurf, irgendetwas Schriftliches. Stattdessen: ein Anruf. Eine Stimme, die sagte: „Wir wollen das machen. Wir schicken dir den Vertrag.” Ich habe ein paar Rückfragen gestellt – banale Dinge, Freiexemplare, Filmrechte, solche Sachen. Was ich weiß: Ich war perplex. In einer guten Art perplex, aber trotzdem perplex.

Als ich aufgelegt hatte, habe ich kurz gar nichts gemacht. Dann habe ich sehr lecker gekocht. Und danach habe ich den beiden Freundinnen geschrieben, denen ich das Projekt von Anfang an verdanke. Kurze Nachricht, keine große Ausformulierung: Ich habe jetzt einen Verlag.

Selbst gekocht nach dem entscheidenden Anruf

Ich glaube, die Freude braucht manchmal einen Moment, bevor sie ankommt. Erst ein paar Stunden später, als ich darüber nachgedacht habe, was das eigentlich bedeutet – dass dieses Manuskript, an dem ich zwei Jahre gearbeitet hatte, jetzt wirklich ein Buch wird –, da war es dann richtig da. Es war ein sehr guter Tag.

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